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Okt
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Kurzer historischer Abriss des langen Weges der Schulgründung

Um Interessierten den langen Prozess der Genehmigung nachvollziehbarer zu machen, haben wir eine kurze Darstellung des langen Weges erarbeitet:

Die Gründung der Detmolder Alternativschule –

eine (hoffentlich nicht) unendliche Geschichte?“

 Erste Infoveranstaltung 2007

Freie Schule in Detmold? So lautete das Thema eines Vortrags mit Mario Hoebel von der „Freie Schule Kassel“ zur Pädagogik und Finanzierung einer Freien Schule.  Die Veranstaltung war gut besucht und fand am 12. Juni 2007 statt. Im Vorfeld hatten sich einige interessierte Eltern und LehrerInnen zusammen gefunden, um Ihre Idee einer Schulgründung zu verwirklichen. Bei Arbeitstreffen, die ebenfalls gut besucht waren, fanden sich weitere Eltern zusammen, die nach vielen Diskussionen den Schwerpunkt des Konzeptes auf die Freinet-Pädagogik legen wollten.

Konzeptentwicklung für die Grundschule und Trägervereingründung 2008

Im Verlauf des Jahres 2008 lag darum der Schwerpunkt der Arbeit auf der Entwicklung des Konzeptes – dabei orientierten sich die Diskussionen am Konzept der Freien Schule Bochum, die seit 25 Jahren erfolgreich das Konzept der Freinet-Pädagogik umsetzt. Die Gründung des Schulträgervereins erfolgte als wichtige Voraussetzung für die Antragstellung  am 19.8.2008. Darüber hinaus informierten wir durch Flyer und Infoabende viele Eltern über die beabsichtigte Schulgründung.

Antragstellung Grundschule und Konzeptentwicklung Gesamtschule 2009

Am 6. Januar 2009 wurde unter reger Beteiligung vieler Interessierter der „Förderverein Detmolder Alternativschule“ gegründet. Mit Unterstützung des Bundesverbandes der Freien Alternativschulen – BFAS – wurde im Januar 2009 zunächst der Antrag zur Genehmigung einer Grundschule eingereicht; dabei hofften wir im Jahr darauf mit der Grundschule starten zu können.

Sehr gut besucht waren im Frühjahr Infoveranstaltungen mit Film und ein Vortrag von Prof. Dr. Jutta Wiesemann von der Universität Kassel – mehrere hundert Eltern informierten sich über die Schulgründung

Nach einem längeren 1. Beratungsgespräch durch die Bezirksregierung wurden wir im Juni 2009 aufgefordert, auf Grund neuer Genehmigungsrichtlinien des Landes NRW das Grundschulkonzept zu überarbeiten. Da so eine Veränderung eines Konzeptes bei uns ein basisdemokratischer Prozess ist, dauert eine Veränderung immer eine längere Zeit. Das Konzept muss also nicht einfach mal eben überarbeitet werden – sondern dies ist immer ein längerer Weg, der eben seine Zeit kostet. Am 30.12.2009 wurde die dritte Fassung des Grundschulkonzeptes vorgelegt.

Antragstellung Gesamtschule und weitere Überarbeitung Grundschulkonzept 2010

Im Januar 2010 reichten wir das Gesamtschulkonzept ein und zwar mit der Hoffnung, spätestens im Jahr 2011 mit der Schule beginnen zu können. Doch zunächst erhielten wir eine nur zweiseitige Stellungnahme, die uns aufforderte, einige Kapitel der Konzeption ganz neu zu gestalten. Da wir inzwischen erkannt hatten, dass –  wie auch in anderen Bundesländern – das Genehmigungsverfahren ein scheinbar längerer Prozess ist, beschlossen wir auf weitere Infoveranstaltungen zu verzichten, da sich sonst immer wieder Eltern Hoffnung machen, ihre Kinder an der neuen Schule anmelden zu können. Am 14.9.2010 reichten wir bei der Bezirksregierung die vierte Auflage des Grundschulkonzeptes ein. Nach einem Beratungsgespräch in der Bezirksregierung am 26.11.2010 wurden wir aufgefordert, die kritisierten Teile der Konzeptionen zu überarbeiten.

Das Verfahren geht weiter – 2011

Im September 2011 legten wir die fünfte Fassung des Grundschulkonzeptes vor. Eine Stellungnahme zum Grundschulkonzept (48 Seiten Gutachten vom 13.12.2011) wird uns in Schriftform übersandt.

Das Jahr 2012

Da wir das Gefühl bekommen haben, dass man auch an vielen Punkten konkret benennen kann, dass immer wieder an anderen Punkten Veränderungsbedarf angemeldet wird, beauftragten wir im Laufe des Jahres 2012 einen renommierten Bochumer Schulrechtsanwalt mit der Wahrnehmung unserer Interessern.

Die überarbeitete Gesamtschulkonzeption und eine Stellungnahme zum Grundschulgutachten vom September 2012 wurden darum schon in Anwesenheit des Rechtsanwaltes in einem weiteren Beratungsgespräch am 13.12.2012 in der Bezirksregierung erörtert. Dieses führte zu einer weiteren Überarbeitung der beiden Konzeptionen.

Licht am Ende des Tunnels? – 2013

Die Abgabe der vierten (!) Fassung des Gesamtschulkonzeptes und der sechsten (!) Fassung des Grundschulkonzeptes erfolgte dann im Februar 2013 – vier Jahre nach der Antragstellung für die Grundschule und drei Jahre nach der Antragstellung für die Gesamtschule. Mit einer Stellungnahme der Bezirksregierung versehen könnten nun endlich beide Konzeptionen nach Düsseldorf zum Schulministerium gehen– zur weiteren Stellungnahme von dort. Doch überraschend erhielten wir Ende Mai ein weiteres 20 – seitiges Schreiben der Bezirksregierung mit weiteren Fragestellungen.

Überraschender Weise schrieb uns im Juni 2013 die Genehmigungsbehörde, dass sie sich bis Schulbeginn 2013 nicht mehr ausreichend mit unserem Antrag befassen könne (Der Antrag lage ja auch erst seit 2009/bzw. 2010 vor!) und bat um eine Verschiebung zum Schulbeginn 2014 – Da wir uns kooperativ zeigen wollten, kamen wir der Bitte nach.

Dies hatte allerdings im November 2013 einen herben Rückschlag zur Folge: Das von uns als Schulgebäuzde vorgesehene Schulgebäude der ehemaligen Südholzschule wurde durch die Stadt Detmold verkauft. Mit der Folge: Die Suche nach einem neuen Gebäude begann.

Inzwischen hat sich die schulpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW Sigrid Beer aus Paderborn positiv zu unserem Konzept geäußert und uns Unterstützung zu gesagt!

Neues Schulgebäude in Sicht? 2014

Wer sich schon einmal mit der Suche nach einem geeigneten Schulgebäude befasst hat, weiss: Das braucht einfach viel Zeit.

Ist das Gebäude geeignet, bietet es genug Platz, wie teuer ist es, läßt es sich finanzieren, ist eine Nutzung als Schule möglich, gibt es eine Genehmigung für einen evtl. nötigen Anbau – sind nur einige Fragen; doch es gibt Hoffnung – bis Ende Frühjahr 2015 müssten diese Fragen geklärt sein und dann werden wir unseren Antrag erneut der Bezirksregierung vorlegen!

 

 

 

 

Die Freinet-Kooperative bietet unter der Schirmherrschaft von Enja Riegel eine zweijährige berufsbegleitende Weiterbildung `Theorie und Praxis der Freinet-Pädagogik´ an. Nähere Informationen und Anmeldung: Freinet-Kooperative e.V., Sielwall 45, 28203 Bremen Tel: 0421-344 929  mail@freinet-kooperative.de   www.freinet-kooperative.de

 

Gern informieren wir näher über die Besonderheiten unserer Schule, das pädagogische Konzept sowie die daraus resultierenden Aufgaben der pädagogischen Fachkräfte.

Adresse: Behringstr. 5, 32756 Detmold. Ansprechperson: Volker Wiemann

Telefon: 05231/ 34661.  Email: Wiemannvolker@web.de

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